Meister-Portal der Leitstelle für die Meisterbildung im Handwerk

Informationen zur Erarbeitung von Meisterprüfungsverordnungen (MPVO)

Einleitung in die Videoreihe „Warum, was, wer und wie“

Fred Schumacher stellt in diesem Video sich und die Videosequenz vor.

Warum wird neu geordnet?

Warum eine Neuordnung der MPVO sinnvoll sein kann, wird in dieser Videosequenz erläutert.

Was wird neu geordnet?

In diesem Video erfahren Sie, welche Bestandteile in der MPVO geordet werden und welche Regelungen in der AMVO und in der Meisterverfahrensverordnung enthalten sind.

Wer ist an der Erarbeitung beteiligt?

Dieses Video beantwortet die Frage, welche Expertise und welche Perspektiven idealerweise bei der Neuordnung von MPVOs berücksichtigt werden sollten.

Wie läuft die Erarbeitung einer neuen MPVO ab?

Wenn Sie Fachverband oder Fachgewerkschaft sind:
Sie erhalten Hilfe dabei, die Verordnungen für die Teile I und II der Meisterprüfung zu entwickeln.

Wie können Sie sich auf das Verfahren vorbereiten?

In diesem Video wird dargelegt, wie Sie sich auf die Workshops idealerweise vorbereiten dürfen.

Struktur der MPVO: Ihre Fragen im Podcast-Format

In dieser Videosequenz werden im Zwiegespräch zwischen Verbandsvertreterin und FBH-Mitarbeiterin Fragen rund um den Aufbau des Strukturentwurfs als Blaupause für die Meisterprüfungsverordnungen besprochen.

Ergänzend dazu könnte folgender Artikel interessant sein:

Struktur für das Besondere: Wie sind die neuen MPVOs aufgebaut?

In diesem zweiten, umfassenden Video aus dem Jahre 2016 wird die Struktur der MPVO nach dem damals neuen Strukturentwurf erläutert, der sich inzwischen in vielen Verfahren bewährt hat.

Ergänzend dazu erläutert folgender Artikel die Logik des Strukturentwurfs:

FAQ: Häufige Fragen zur Neuordnung von Meisterprüfungen im Handwerk

FAQ Meisterportal

Die Erarbeitung und die Neuordnung können in der Summe etwa ein Jahr in Anspruch nehmen. Die Erarbeitung mit unserer Untersützung hängt dabei maßgeblich auch von den zeitlichen Kapazitäten der Experten ab. Wir starten mit einem eintägigen Workshop, in dem wir mit Ihnen die Prozesse in der Praxis und Ihre generellen Bedarfe bei der Neuordnung besprechen. Dann benötigen wir etwas Zeit für die Erarbeitung eines Vorschlags. Normalerweise finden wir mit den Experten erfahrungsgemäß innerhalb von 3 Monaten dann den Folgetermin für einen zweitägigen Workshop. Nach einer kurzen internen Überdenk-Phase übernimmt dann der ZDH die weitere Abstimmung mit der Handwerksorganisation und (sofern noch nicht direkt geschehen) mit der Fachgewerkschaft. Dafür kann man ca. 2 Monate veranschlagen. Dann wird der Antrag beim BMWK gestellt. Vor dem Sozialpartnergespräch vor Ort in Bonn erfolgt eine Vorprüfung durch das BMWK und das BMJ mit anschließender Abstimmung mit Ihnen. Je nach Auslastung können das 2 – 3 Monate sein. Nach dem Sozialpartnergespräch erfolgt das eigentliche Erlassverfahren im engeren Sinne, bei dem die Prüfungen durch das BMWK, das BMBF, das BMJ, den Normenkontrollrat und den Redaktionsstab deutsche Rechtssprache erfolgt. Die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt markiert das Ende des Prozesses. 3-4 Monate sind für das Erlassverfahren durchaus realistisch.
Bei der Zusammensetzung der Arbeitsgruppe für die Erarbeitung der neuen Meisterprüfungsverordnung empfehlen wir folgende Gedanken zu berücksichtigen: 1. Die Gruppe sollte nicht zu groß sein, damit wir arbeitsfähig sind, andererseits groß genug, damit die verschiedenen Sichtweisen ausreichend berücksichtigt werden. Je nach Vielschichtigkeit des Gewerks sind 6 bis 20 Teilnehmende sinnvoll. 2. Die Verordnung soll nachher sowohl von Fachverbandsseite als auch Gewerkschaftsseite beschlossen werden. Insofern empfehlen wir, frühzeitig als Partner an den Tisch zu kommen. 3. Für die Aktualität der Verordnung, die Berücksichtigung der Umsetzbarkeit in Prüfungen und auch in Bildungszentren empfehlen wir sowohl Inhaber / Arbeitnehmer von fortschrittlichen Betrieben, Prüfer als auch Lehrende in die Diskussion einzubeziehen. 4. Damit die Verordnung auch den nötigen Rückhalt in den Prüfungsausschüssen hat, empfehlen wir, die verschiedenen Regionen abzudecken. Das ist insbesondere mit Blick auf die spätere gemeinsame Erarbeitung von Prüfungsaufgaben ein strategisch interessanter Schritt. Wenn Sie bei der Umsetzung von Prüfungsaufgben untersützt werden möchten, wenden Sie sich gerne an uns.
Das FBH untersützt Sie im gesamten Erarbeitungsprozess. Sie als Fachverband laden die ARbeitsmitglieder ein und können dann die Moderation der Workshops uns überlassen. WIr erstellen auch eine Vorlage für einen Verordnungsentwurf für Sie, den wir so mit Ihnen anpassen, dass Sie sich darin wiederfinden. Diese Vorgehensweise hat sich über die letzten Jahre bewährt und spart Ihnen viel Zeit und Arbeit.
In aller Kürze: Die MPVOs für die Teile I und II regeln das Meisterprüfungsberufsbild sowie die Anforderungen an die praktischen Prüfungen (Teil I) und die theoretische Prüfung (Teil II). Die Verfahren zur Durchführung werden in der Regel in der Meisterprüfungsverfahrensverordnung geregelt. Mehr dazu erfahren Sie in den Videos oben und in unserem ersten Workshop.

Informationen zur Umsetzung von Meisterprüfungsverordnungen in Prüfungen

Immer wenn Sie einen Expert:innenrat rund um das Thema Prüfen benötigen, können Sie sich gerne an uns wenden:

  • Wenn Sie Ihre Prüfungsausschüsse über die neue Struktur der Meisterprüfung informieren möchten,
  • wenn Sie Ihren Meisterprüfungsausschüssen eine Anleitung zur Erstellung handlungsorientierter, sprachsensibler und rechtssicherer Prüfungsaufgaben geben möchten oder
  • wenn Sie eine Begleitung bei einem qualitätsgesicherten Prozess zur Erstellung von Prüfungsaufgaben wünschen.

Von der Verordnung zur Prüfung: Frühzeitig und gemeinsam Prüfungsaufgaben gestalten.

Wenn die Prüfungsordnung fertig gestellt ist, empfehlen wir frühzeitig mit der Vorbereitung der weiteren Arbeiten zu beginnen.

Idealerweise gehen Sie diese Aufgabe gemeinschaftlich an. Die folgenden Leitfäden können Ihnen dabei helfen:

Buschfeld, D. & Jurkschat, J. (2017): Sprachsensible Gestaltung von Prüfungsaufgaben. Leitfaden für Prüferinnen und Prüfer >>Download

Rehbold, R. R. (2019): Prüfungsaufgaben handlungsorientiert gestalten. Leitfaden für Prüferinnen und Prüfer >> Download

Informationen zu Teil III und IV der Meisterprüfung (AMVO) und -vorbereitung (Rahmenlehrpläne)

Neuer Rahmenlehrplan für Teil IV der Meisterbildung

In mehreren durch das FBH moderierten und dem ZDH begleiteten Sitzungen mit Expertinnen und Experten aus Kammern und Verbänden wurde gleichlaufend zur Änderung der AEVO auch der Rahmenlehrplan für den Teil IV der Meisterprüfung angepasst.

Rahmenlehrplan für Teil III der Meisterbildung

Der Rahmenlehrplan für Teil III der Meisterprüfung wird durch unser Schwersterinstitut, das Ludwig-Fröhler-Insitut (lfi) in München betreut. Wir unterstützen mit der berufspädagogischen Perspektive. Den aktuellen Lehrplan finden Sie auf den Seiten des LFI: >>LINK zum lfi-Download